Wir haben uns darauf spezialisiert, Moos in die vertikale Gebäudeebene zu bringen.

Wir alle wollen mehr Grün in unserem direkten Wohnumfeld erleben.
Wir alle wollen sinnvolle Antworten aufgezeigt bekommen, wie wir mit Hilfe biologischer Lösungen unser Mikroklima verbessern und unsere Umweltbelastungen reduzieren können.
Wir alle haben eine kollektive Sehnsucht nach einer Architektur, die unserem momentanen Ökologieverständnis und unserem Naturbedürfnis mehr Ausdruck verleiht. Da nützt es nichts, nur so ein bisschen „herumzumoosern“. Da muss schon etwas Größeres her, z.B. unsere „Moosmaschine“ der Baureihe M2 - das Original, eben typisch Gartenheim.

Bunnenbergstr. 27

Unser kleiner „MikrokosMoos“

Eine lebende grüne Wand, wer träumt nicht davon? Auf jeden Fall begeistern sich hierfür Architekten, Biologen und Ingenieure schon seit Jahrzehnten. Was spricht dagegen? Eigentlich nur unser hiesiges Klima mit einem üblicherweise zu erwartenden längeren Winterfrost. Im Herbst fallen bekannterweise die Blätter und ohne schützenden Mutterboden erfrieren im Winter fast alle Blattpflanzen.

Moose werden als Niedere Pflanzen bezeichnet, was nichts mit ihrer Größe zu tun hat, sondern mit ihrer evolutionären Entwicklungsstellung. Die anatomische Besonderheit besteht darin, dass sich Moose über Sporen und nicht über Samen vermehren. Moose sind sehr zäh in ihrer Eigenschaft, mit Frost und Trockenheit umzugehen, sie können in eine Trockenstarre verfallen, wobei sie alle Lebensfunktionen auf ein Minimum reduzieren. Allerdings sind Moose auch sehr empfindlich gegenüber einer gewissen künstlichen „Fehlbedienung". Moose haben keine Wurzeln, sie verankern sich durch verzweigte Zellfäden (Rhizoide), und deshalb können sie in der vertikalen Ebene so gut wie kein Wasser aus einem feuchten Hintergrund heranziehen. Moose speichern Feuchtigkeit in ihrer äußeren schwammartigen Polsterstruktur. Daher ist verständlich, dass man Moos in der vertikalen Ebene eigentlich nur frontal bewässern kann.

Moose sind antizyklische Überlebenskünstler, im Sommer versuchen sie bei Hitze und Trockenheit über die Runden zu kommen, bei niedrigeren Temperaturen und feuchter Luft „blühen" sie gewissermaßen auf und bei Frost schalten sie auf „Standby". Daher wirken Moose in den kälteren und feuchteren Monaten saftiger und grüner, bei Trockenheit erscheinen sie etwas bräunlicher. In der aktiven Phase führen Moose Photosynthese durch, wodurch CO2 gebunden und Sauerstoff wieder abgegeben wird. Das tut der Umwelt gut. Vor einigen Jahrzehnten entdeckte Prof. Frahm von der Universität Bonn, dass Moose auch Feinstäube und andere Emissionsschädlinge binden können. Er führte dies im Wesentlichen auf die Beobachtung zurück, dass an Stellen mit hoher Umweltbelastung einige Moose besonders gut gedeihen. Allerdings ist bis heute für den praktischen Einsatz schwer abschätzbar, wie viel Feinstaub & Co denn nun genau eine bestimmte Moosfläche „verstoffwechseln" kann, was aber dem Trend einer märchenhaften Vorstellung, man könne mit Moos im großen Stil Umweltprobleme lösen, bislang keinen Abbruch getan hat.

Wir sagen wie es ist. Moos macht in erster Linie glücklich. Der Anblick und der Geruch einer Mooswand lässt Bilder von unberührter Natur aufkommen. Man lebt wieder symbiotisch auf engstem Raum mit einem kleinen Stück heiler Umwelt zusammen. Moose arbeiten für uns, sie reinigen die Luft, sie verbessern unsere Umwelt und in Form von Mooswänden bieten sie große Verdunstungsflächen, wodurch das urbane Mikroklima insgesamt angenehmer wird.

Unsere „Moosmaschine" ist das bislang einzige System, welches eine gleichmäßige Frontalbewässerung großer Flächen nach einem Prinzip ermöglicht, dass Moose in einer künstlichen Vertikalebene ihre optimalen Lebensbedingungen vorfinden. Vorrangig wird zur Bewässerung der Moose Regenwasser genutzt, wodurch sich der Umweltkreislauf sinnvoll schließt.

In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken, man jahrelang im Moos liegen könnte.
(Franz Kafka 1883-1924)

Was haben wir eigentlich die letzten sechs Jahre gemacht?

Kurz gesagt, wir haben intensiv rund um das Thema Moos geforscht und entwickelt. Im Oktober 2013 haben wir unsere erste Moosmaschine der Baureihe M1 mit einem kleinen Youtube-Video der Öffentlichkeit vorgestellt, was in Fachkreisen große Resonanz hervorgerufen hat. Die „M1“ hatte den entstehenden „jungen Moos-Markt“ sicherlich auch nicht ganz unerheblich inspiriert und ist seitdem in der Philipsbornstr. 15 im Dauereinsatz.

Seit vier Jahren entwickeln wir an dem „industriertauglichen“ Nachfolgemodell „M2“, welches wir für einen flächendeckenden Praxiseinsatz in unserem Wohnungsbestand vorgesehen haben. Die Leitidee bestand darin, ein universelles, modular aufgebautes Vertikalbewässerungssystem für Moosmatten zu entwickeln und zu fertigen. Was der Markt aus unserer Anforderungssicht nicht anbieten konnte, haben wir eben selbst realisiert. Insofern sind wir jetzt „Marktführer“ und werden es wegen der technischen Komplexität und unseres Know-how wahrscheinlich auch längere Zeit bleiben.

Wir produzieren unsere Moosmaschinen in unserer „DenGH-Fabrik“ im VASATI-Komplex angrenzend an unser Geschäftsgebäude. Wir setzen auf höchste Fertigungs- und Materialqualitäten, denn unsere „Moosmaschinen“ sollen technisch so langlebig sein, wie unsere Gebäude.

Schon gesehen?

Die Einweihung durch OB Schostok

 

Unsere neue Baureihe M2 – Sept. 2017

 
     

NP-Artikel – Viel Moos für frische Luft

 

M1 – erste Moosmaschine der Welt – Okt. 2013

 

Die Moosmaschine M2 in Bildern





Master of Moos

 


Dr. Günter Haese
Kontakt: haese@gartenheim.de